Demenz: neue Hilfesysteme, um länger zuhause zu leben

In Deutschland leben gegenwärtig 1,7 Millionen Menschen mit Demenz in unterschiedlicher Ausprägung. Gerade für das Anfangsstadium und auch später gibt es viele neue Hilfsmittel, die Erkrankte dabei unterstützen können, solange wie möglich zuhause zu wohnen.

Gerade im Frühstadium der Demenz, können neue Hilfsmittel dafür sorgen, dass Erkrankte weitestgehend selbstständig ihren Alltag meistern und so das gewohnte Leben in den eigenen vier Wänden weiterhin genießen können. Dazu zählen moderne Haushaltsgeräte wie Bügeleisen oder Kochherde, die sich automatisch ausschalten und so Unfälle verhindern. Damit der Schlüssel nicht in der Wohnung bleibt und entstandene Ängste nicht verhindern, weiter aktiv am Leben draußen teilzunehmen, geben intuitiv bedienbare Smartphones und Tablets mit einfachen Bedienfunktionen die nötige Sicherheit. 

Der persönliche Assistent: Dayguide für Demenzkranke

Der computergestützte Dayguide leitet Demenzerkrankte durch ihren Alltag zuhause mittels Tablets oder Smartphone. Er kann über Sensoren die Außentemperatur wahrnehmen und ist gut eingearbeitet eine wichtige Hilfe gegen Vergesslichkeit. Er erinnert an die richtige Kleidung, die Schlüsselmitnahme, das Herdausschalten und an wichtige Termine. Diese Erinnerungen werden über sehr große Schrift und Bilder dargestellt und ermöglichen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

Fit werden und bleiben mit Co-Train

Eine Demenzerkrankung geht mit Ängsten einher und oft ist es so, dass die Mobilität der Erkrankten leidet. Wie der Name vermuten lässt der Co-Trainer das nicht zu und greift dort ein, wo Unterstützung gebraucht wird. Dazu liest er die Bewegungen aus und gibt über ein Smartphone Anweisungen für ein ausgewogenes Trainingsprogramm.  Je nach Bedarf arbeitet das zusammen mit Physiotherapeuten erstellte Programm daran, die Mobilität Erkrankter länger zu erhalten, wiederherzustellen und zu optimieren.

Gegen das Vergessen: Memento

Auch Memento ist ein technisches Hilfsmittel gegen das Vergessen. Auf verschiedene Arten werden Videos, Bilder und Notizen aufgezeichnet und in einer Cloud strukturiert gesammelt. Diese Daten dienen Betroffenen später als Erinnerungsstütze. 

Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten und die Erkrankten haben Probleme, moderne technische Hilfsmittel zu nutzen, kann noch immer sehr viel getan werden, um das Leben zuhause einfacher zu gestalten.

Moderate Wohnraumanpassung für eine bessere Orientierung zuhause

Beispiele, um die Orientierung bei fortgeschrittener Krankheit zuhause zu unterstützen, sind farbige Klobrillen und eine helle Ausleuchtung der Räume. Die wirkt sich nicht nur positiv auf die Stimmung der Erkrankten aus, sondern nimmt auch die Angst vor dunklen Ecken, die wie spiegelnde Böden leicht Trugbilder und Ängste erzeugen.  

Natürlich müssen diese Anpassungen moderat sein. Gerade für Demenzkranke wird es mit Fortschreiten der Erkrankung immer schwieriger, auf Veränderungen und Umbauten zu reagieren. So ist auch abzuwägen, ob die Dusche umgebaut, ein Toilettenstuhl angenommen werden kann oder es doch einfacher ist, auf einen Nachttopf zuzugreifen, der aus der Kindheit bekannt ist. 

Aus dem gleichen Grund ist auch Vorsicht beim Kauf neuer Geräte angemessen, die besser und praktischer sein sollen. Ihre Bedienung muss neu gelernt werden und wenn das nicht mehr möglich ist, ist eine Neuanschaffung keine Hilfe. Brauchen Sie als Betroffener oder Angehöriger hier Beratung und Unterstützung ist das bestens informierte Team der HUMANIS 24-STUNDEN PFLEGE wie immer gern für Sie da. 

Vorbeugen ist besser als Heilen

Die Forschungsergebnisse der Technischen Universität München für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft sind eindeutig. Bessere Bildung, gesündere Lebensweise und die frühzeitige Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen wie Diabetes soll mehr Menschen der traurigen Vergesslichkeit schützen, denn derzeit erkrankt alle 100 Sekunden in Deutschland jemand an Demenz- leider mit steigender Tendenz. 

Um dem entgegenzuwirken sollte gelesen und mindestens viermal wöchentlich ein Kreuzworträtsel gelöst werden. Den entscheidenden Einfluss hat jedoch die Verbindung von körperlicher und geistiger Fitness: Sprich das Tanzen.  Es soll das Alzheimer-Risiko um 75% senken.

Tanzen singen und musizieren sind als Präventionsmaßnahme wissenschaftlich bewiesen. Hier gilt ausnahmsweise: Je doller und länger- desto gut. 

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Adriano Pierobon

Adriano Pierobon

Mit der Maxime „Das Denken im Nutzen“ einer der Pioniere für die Dienstleistung der häuslichen Rund um die Uhr Pflege in Deutschland. Seit über 30 Jahren!
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