Arthrose: Übungen für mehr Beweglichkeit in den Fingern

Arthrose: Übungen für mehr Beweglichkeit in den Fingern

Die ersten kühleren Tage kommen und mit dem Wetterumschwung fangen die Zipperlein wieder an. Was Sie dagegen tun können, verrät Ihnen das Team von Humanis, dem bundesweiten Pflegedienst.
Unsere Hände gebrauchen wir jeden Tag. Sie berühren und erschaffen. Doch wenn die Gelenke schmerzen, können alltägliche Dinge wie das Kochen oder Putzen zur Qual werden. Etwa fünf Millionen Frauen und Männern in Deutschland leiden unter einer Arthrose. Ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr häufiger. Betroffen sind Knie, Hüfte und Hände. Wenn Sie eine Arthrose im Frühstadium erkennen, haben Sie die Möglichkeit das Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen und länger schmerzfrei zu leben.

Der wichtigste Grundsatz: Bewegung statt Schonung!
Bei Arthrose ist Bewegung essenziell. Anstatt sich zu schonen, kann gezieltes Training die Beweglichkeit verbessern, Schmerzen lindern und den Verschleiß verlangsamen. Der Knorpel in den Gelenken dient als Stoßdämpfer zwischen den Knochenenden. Bei Arthrose baut er sich schneller ab. Bewegung hingegen fördert die Gelenkschmiere und erhält so den Knorpel. Hier gilt also: Mehr Bewegung für mehr Schmerzfreiheit und Flexibilität.

Kleinere Übungen, die man gut in den Alltag integrieren kann, helfen dabei:

Pianofertigkeiten
Statt Luftgitarre spielen Sie einfach „Luftpiano“. Einfach Ihre Hände vor sich ausstrecken, sich ein Klavier vorstellen und loslegen. Bewegen Sie Ihre Finger entlang der Tastaturen.

Die Faust ballen
Strecken Sie Ihre Hand in einer gerade Linie vor sich aus. Anschließend krümmen Sie leicht Ihre Finger zusammen. Erst zur kleinen Faust, indem Ihre Handfläche noch frei bleibt. Anschließend zur großen Faust, indem sich Ihre Finger in die Handfläche beugen und der Daumen Ihre Finger umschließt. Wieder öffnen und die Übung ein einige Male wiederholen.

Handzeichen machen
Strecken Sie Ihre Hände so aus, dass die Handflächen zu Ihnen zeigen. Berühren Sie mit jedem Finger nacheinander den Daumen. Zuerst den Zeigefinger mit dem Daumen, dann den Mittelfinger und Daumen usw. Führen Sie diese Übung mit beiden Händen durch.

Den Fächer Zeigen
Stellen Sie sich Ihre Hand als Fächer vor, welcher sich öffnet und schließt. Breiten Sie Ihre Hand vor sich aus und spreizen und schließen Sie Ihre Finger im Wechsel.

Schwammspiele
Bewegen Sie Ihre Fingergelenke im lauwarmen Wasser. Nutzen Sie dazu einen Schwamm und kneten Sie diesen. Hand anspannen und wieder entspannen. Die Muskeln werden zudem noch gestärkt.

Angenehmes Linsenbad
Je nachdem, ob Ihnen bei Schmerzen Kälte oder Wärme hilft, nehmen Sie eine Schüssel mit Linsen und erwärmen diese im Backofen, bzw. stellen sie im Kühlschrank kalt. Tauchen Sie anschließend Ihre Hände in das Linsenbad und bewegen Sie leicht Ihre Gelenke.

Ziehen gegen das Ziehen
Durch leichtes Ziehen der einzelnen Finger, können Sie an den betroffenen Stellen Linderung verschaffen. Dadurch vergrößern Sie leicht den Gelenkspalt und verhindern, dass die Knochenenden stark aneinander reiben.

Diese kleinen Übungen lassen sich leicht und schnell in den Tag integrieren und den Abbauprozess des Knorpels verzögern. In der Ausdauer und Regelmäßigkeit liegt die Kraft. Wenn Sie allerdings zu große Schmerzen verspüren, lindern Sie diesen mit Schmerzmitteln. Hausmittel wie Koriander, Kümmel und Muskatnuss können die Schmerztherapie auch unterstützen. Eine Messerspitze im Essen oder als Paste auf den betroffenen Stellen verreiben, bringt Wunder. Ist jedoch keine Besserung in Sicht, rät Ihnen Adriano Pierobon vom bundesweiten 24 Std. Pflegedienst HUMANIS, Ihren Arzt aufzusuchen und ihn um Rat zu Fragen.