Senioren auf Reisen – hilfreiche Tipps von HUMANIS

Senioren auf Reisen – hilfreiche Tipps von HUMANIS

Sommerzeit ist Reisezeit. Doch nicht für Senioren. Ist das Rentenalter einmal erreicht, beginnt die ganzjährige Reiselust. Die Generation 66 plus zieht es zunehmend über die europäischen Grenzen hinaus. Doch werden andere Kontinente bereist, sollte man einiges beachten.

Aktivurlaub statt Kururlaub
Das klassische Bild zeigt Senioren an Kurorten, im Schwarzwald oder an der Nordsee. Doch die Zeiten ändern sich. Rund 40% der Deutschen verspüren den Wunsch, eine Weltreise zu unternehmen, 15% möchten sogar im Hippi-Stil im Wohnmobil Europa durchqueren. Das Budget für eine Reise pro Kopf ist in den letzten Jahren gestiegen. (Quelle: https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/senioren-reisen-neuer-rekord/=) Das liegt auch daran, dass man heute komfortabler reisen kann. Wenige Zwischenstopps, kürzere Reisedauer, bequemer ausgebaute Flugzeuge und Schiffe und hochwertiger Service der Reiseveranstalter lassen die Lust am Entdecken der Welt wachsen.
Vor der Reise die Gesundheitscheckliste durchgehen
Doch trotz der Abenteuerlust neue Kulturen und die Schätze der Welt zu entdecken, muss auch der gesundheitliche Zustand immer im Hinterkopf bleiben. Der Körper ist anfälliger und nicht mehr so flexibel wie in jungen Jahren. Deshalb gilt es auch hier, sich vor der Reise immer vom Arzt beraten zu lassen, besonders, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen.

Wichtige Impfungen auffrischen
Doch nicht nur die Medikamente sind wichtig. Auch der Impfstatus. Zum einen ist es für bestimmte Länder wichtig, spezielle Zusatzimpfungen machen zu lassen, aber auch Impfungen wie Tetanus und andere sollten aktuell sein. Dazu sollte man 6 Wochen vor Reisebeginn noch einmal den Impfstatus vom Hausarzt untersuchen lassen. Ob für das Reiseland spezielle Impfungen empfohlen werden, erfährt man beim Tropeninstitut persönlich oder hier: http://tropeninstitut.de/ihr-reiseziel

Mitnahme von Medikamenten
Wenn regelmäßgi Medikamente eingenommen werden-insbesondere Schmerzmittel-, könnten bei der Einreise in bestimmte Länder Probleme bei der Mitnahme entstehen. Ob das so ist, kann man bei der Landesbotschaft erfahren. Empfehlenswert ist es auch, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen, welche Mittel dauerhaft in welcher Menge eingenommen werden müssen. Besonders bei bestimmten Schmerzmitteln gelten in anderen Ländern strengere Auflagen. Auch das Auswärtige Amt kann hier eine wichtige Informationsquelle sein, sollte die Reise außerhalb von Europa stattfinden.

Zeitverschiebung und Medikation
Je nach Weite der Reise muss man sich auf Zeitverschiebungen einstellen und Einnahmezeiten entsprechend anpassen. Adriano Pierobon vom bundesweiten Pflegdienst HUMANIS betont: „Besondere Aufmerksamkeit sollte man Dauererkrankungen wie Diabetes schenken. Denn je nach Aktivität auf Reisen werden oft mehr Kohlenhydrate verbraucht und es kann zu Unterzuckerung führen. Es ist dann wichtig, das Insulin der Aktivität im Urlaub anzugleichen und vorher mit dem Arzt*in darüber zu sprechen. Dies gilt auch für blutzuckersenkende Tabletten.“

Barrierefreiheit am Urlaubsort
Für körperlich beeinträchtigte Personen und Rollstuhlfahrer sind Rampen und Aufzüge entscheidend, damit sie sich problemlos fortbewegen können. Hier ist es wichtig, den Reiseveranstalter und die Fluggesellschaft zu informieren und anzugeben, welche Hilfe ggf. benötigt wird. Hierfür gibt es Formblätter, die vorher abgegeben werden sollten.

Klimaveränderung beachten
Je nach Region steigen oder fallen auch die Temperaturen. Deshalb ist Trinken besonders wichtig, auch wenn das Durstgefühl nicht vorhanden ist. Wichtig ist auch der Sonnen- und Mückenschutz. Bestimmte Medikamente, die eingenommen werden müssen, vertragen sich nicht gut mit viel Sonne oder extrem kalten Temperaturen und können Nebenwirkungen auf der Haut verursachen. Auch dies bitte vorher mit dem Arzt abklären.

Auf Nummer sicher
Grundsätzlich ist noch zu überlegen, ob eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden sollte. Häufig ist nur damit im Notfall auch im Ausland eine umfassende Absicherung gewährleistet.

Sind alle Maßnahmen getroffen, kann der Reise auch nichts mehr im Wege stehen. In diesem Sinne wünschen wir vom Ihnen vom HUMANIS Team einen erholsamen Urlaub!
Haben Sie pflegebedürftige Angehörige, können Sie sich einen Teil der Betreuungskosten in Ihrer Urlaubszeit auch finanzieren lassen. Schauen Sie bei Interesse einfach hier: https://www.humanis-pflege.de/leistungen/verhinderungspflege/ oder rufen Sie uns an: 0721 27111