Altbewährte Hausmittel und Helfer aus der Natur – der Griff zu Medikamenten ist nicht immer notwendig

Altbewährte Hausmittel und Helfer aus der Natur – der Griff zu Medikamenten ist nicht immer notwendig

Im vorherigen Artikel haben wir über ganzheitliche Heilmethoden berichtet. Als Ersatz bzw. als Ergänzung zu gängigen Medikamenten und zur Schulmedizin, sind sie oftmals eine gute Lösung. So kann mit ihrer Hilfe schon bei leichten körperlichen Beschwerden Linderung auftreten und die Lebensqualität verbessert werden. Dennoch ist darauf zu achten, wie schwer der Grad der Erkrankung ist. Denn bei lebensbedrohlichen Erkrankungen kommt man um Medikamente nicht herum. Sind die Beschwerden jedoch leichter, gibt es auch hier die Möglichkeit, sich mit einfachen Tricks aus dem Haushalt und der Natur zu helfen.

Der Ursprung von Hausmitteln

Hausmittel sind jahrhundertelang bekannt und werden von den Generationen weitergegeben. Schon die früheren Kulturen benutzten Pflanzenbestandteile zur innerlichen und äußerlichen medizinischen Versorgung. Philosophen wie Hippokrates erkannten die heilende Wirkung von Luft, Wasser, Wärme und Schlamm. In den letzten Jahren geht der Trend wieder zu altbewährten Hausmittelchen zurück – ob bei Erkältungen, Magenbeschwerden, Muskelverspannungen oder Verletzungen. Die meist ganzheitlichen und schonenden Therapien können schon mit wenigen Handgriffen angewendet werden. Und das Beste daran: Sie sind zeitsparend und haben selten Nebenwirkungen.

Typische Alterskrankheiten

Das Immunsystem altert mit dem Menschen. Deshalb wundert es nicht, dass Senioren anfälliger für Erkrankungen sind und sich schneller anstecken. Zu den typischen Alterskrankheiten zählen Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Inkontinenz, Krebs, Augenleiden, Parkinson, Gelenk- und Knochenerkrankungen, Demenz, Diabetes Mellitus und Depressionen. Klar ist, dass bei schweren Erkrankungen wie Krebs und Demenz keine Heilung durch die Pflanzenkraft erwartet werden kann, jedoch Linderung der Beschwerden, wenn sie sich mit den anderen Medikamenten vertragen.

Infektanfälligkeit mit Hausmitteln senken

Neigt man zu Infekten wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit, können diese kleinen Helfer schon Wunder bewirken. Klar ist, um Infekten vorzubeugen, braucht es Ruhe, eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitaminen und Nährstoffen und ausreichend Bewegung. Doch sind die ersten Anzeichen schon zu spüren, haben sich Meerrettichauflagen für die Nase bewährt. Bei Schnupfen und verstopften Nasennebenhöhlen hilft Eukalyptus-Citrus-Öl. Es befreit die Atemwege und verschafft Linderung. Bei Husten kann man sich einen Sirup herstellen, um den Schleim zu lösen und das Kratzen im Hals zu vertreiben. Einfach eine Zwiebel zerhacken, diese in Zucker, Honig oder Ahornsirup tränken und mit Wasser aufkochen. Bei Infekten sind Tees wie Lindenblüten- und Holundertee wahre Wundermittel. Optimal abends vor dem Schlafengehen getrunken, regen sie die Schweißausschüttung des Körpers an und man schwitzt somit alles Kranke aus.

Mit Magnesium gegen Bluthochdruck

Zu den bekanntesten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählt der Bluthochdruck. Doch nicht immer muss gleich zu Medikamenten gegriffen werden. Ein hilfreiches Hausmittel ist Magnesium. Die Gefäße erweitern sich und der Druck aus den Adern verteilt sich schneller. Magnesium wirkt auch der Verkalkung der Gefäße entgegen und gewährt dem Blut einen leichten Fluss. Neben Brausetabletten aus der Drogerie, enthalten auch Weizenkleie, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Bitterschokolade, Erdnüsse und Haferflocken viel Magnesium. Eine ähnliche Wirkung wie Aspirin hat auch Apfelessig, verdünnt mit Wasser. Das verdünnte Blut fließt schneller und entlastet das Herz. Auch als Langzeitbehandlung kann man Apfelessig morgens auf nüchternen Magen zu sich nehmen. Dazu reichen zwei Teelöffel Essig, gemischt mit einem Glas Wasser.

Kürbiskerne helfen bei Inkontinenz

Der Grund für eine schwache Blase und schwache Muskulatur, kann einerseits das Alter, aber auch eine bakterielle Infektion sein. Häufige Entzündungen der Harnwege fördern eine Inkontinenz. So sind in manchen Lebensmitteln, wie Preiselbeeren oder Cranberries, Stoffe enthalten, die Bakterien abtöten. Entweder man sollte sie pur essen oder den Saft trinken. Sehr zu empfehlen ist auch Müsli zum Frühstück, das mit Kürbiskernen, Hafer und Cranberries angereichert ist. Vor allem Kürbiskerne verringern den Harndrang. Mit zwei Händen pro Tag kann man den Bedarf decken. Darüber hinaus helfen auch Salate mit Petersilie und Löwenzahn. Die enthaltenen Bitterstoffe hemmen ebenfalls den ständigen Drang. Trotz Inkontinenz ist es wichtig ausreichend zu trinken. Stilles Mineralwasser ist dafür am besten geeignet.

Bewegung gegen Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen sind unangenehm und beeinträchtigen oft die Lebensqualität. Trotz der Schmerzen, ist Bewegung wichtig. Eine Schonung verschlimmert oftmals den Zustand. Doch mit Gewürzen, die in jedem Küchenschrank zu finden sind, können Schmerzen gelindert werden. Zum Beispiel mit Muskatnuss. Sie schmeckt nicht nur im Essen, sondern hilft auch vermischt mit einer Hautcreme der schmerzenden Stelle. Bei Bedarf kann die Anwendung auch bis zu dreimal am Tag wiederholt werden. Noch besser ist eine Mischung aus Kreuzkümmel, Muskatnuss und Koriander. Oral aufgenommen senkt es die Beschwerden erheblich und kann sogar helfen, Schmerzmedikamente zu reduzieren. Zwar können diese Gewürze den Verschleiß nicht rückgängig machen, doch auf Grund der Schärfe wirken sie auf die betroffenen Stellen entzündungshemmend und schmerzlindernd. Ebenso bewährt hat sich das Einreiben mit Kümmel- und Arganöl. Mehrmals täglich die betroffene Stelle einreiben, so stellt sich rasch eine Besserung ein. Die schmerzende Stelle mit Öl einreiben, etwas Plastikfolie umwickeln und etwa zwei Stunden lang einwirken lassen.

Wie man sieht, ist nicht immer eine Einnahme von Medikamenten notwendig. Für Beschwerden jeder Art gibt es die passenden Pflanzen, Kräuter und Gewürze. Doch diese alle aufzuzählen, würden hier den Rahmen sprengen.