Weltkrebstag am 4.2.: Ein guter Tag, um an Krebsvorsorge zu denken

Weltkrebstag am 4.2.: Ein guter Tag, um an Krebsvorsorge zu denken

Es betrifft uns alle

Schauspieler Andreas Schmitt (Tatort), Rocklegende David Bowie oder «Harry-Potter»-Star Alan Rickman: Sie alle sind an Krebs gestorben. Bösartige Tumore sind nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache – auch in Deutschland. Jeder zweite Mann und fast jede zweite Frau erkranken im Lauf ihres Lebens an Krebs. Das sind rund 500 000 Menschen jedes Jahr und die Zahl der gefürchteten Diagnosen hält sich – leider mit steigender Tendenz. Experten sind sogar der Ansicht, dass 2030 jährlich 26 Millionen Menschen weltweit erkranken und 17 Millionen – mehr als die Hälfte – daran sterben werden. Im Vergleich zu heute (12 Millionen Erkrankungen und 8,5 Millionen Todesfälle) noch einmal eine unschöne Steigerung.

 

Wenn das Schicksal zuschlägt

Die Zahlen machen nachdenklich und die noch immer unbeantwortete Frage nach den Ursachen ruft das Schicksal auf den Plan. Doch das ist es nicht nur allein. Laut Wikipedia senkt regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für mindestens 13 Krebsarten. Sicher ist das allerdings nicht, denn einige Studien kommen zu abweichenden Ergebnissen, die auch in der jeweiligen Krebsart begründet liegen.
Nach Ansicht vieler Forscher wären insgesamt bis zur Hälfte der bösartigen Tumore vermeidbar, wenn Menschen nicht rauchen, auf Alkohol verzichten, auf ihre Ernährung achten, Sport treiben und schlank bleiben würden. Klappt aber nicht immer und deshalb ist der jährliche Weltkrebstag ein guter Reminder für Vorbeugung, Früherkennung und Erforschung. Denn hier liegt der Hase im Pfeffer begraben.

 

HUMANIS empfiehlt: Einfach tun, denn Krebsvorsorge dauert nicht lange, erspart aber langes Leiden

Man fühlt sich gut und denkt, wozu? Doch Krebs ist hinterhältig und so wie Leberzellenkrebs, der erst bemerkbar wird, wenn es fast zu spät ist, gibt es weitere Krebsarten, die sich nicht durch Schmerzen oder Unwohlsein ankündigen. Die beste Lösung ist, die von den Krankenkassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen. Das spart Nerven und reduziert das Risiko, an unentdecktem Krebs zu erkranken.

Die meisten Krankenkassen bieten für gesetzlich Versicherte folgende Vorsorgeuntersuchungen an:

Für Frauen

  • Jährliche Genitaluntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs bei Frauen ab einem Alter von 20 Jahren
  • Jährliche Brustuntersuchung bei Frauen ab dem Alter von 30 Jahren
  • Alle 2 Jahre: Mammographie-Screening bei Frauen ab 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres
  • Alle 2 Jahre: Ganzkörperuntersuchung der gesamten Haut ab 35 Jahren inkl. Hautkrebs-Screening
  • Alle 2 Jahre: Test auf verborgenes Blut im Darm
  • Jährlich ab 50: Dickdarm- und Rektumuntersuchung)
  • Ab 55: Zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren

 

Für Männer

  • Prostatauntersuchung, Genitaluntersuchung (jährlich), Tastuntersuchung der Lymphknoten bei Männern ab dem Alter von 45 Jahren
  • Jährlich: Dickdarm- und Rektumuntersuchung
  • Alle 2 Jahre: Ganzkörperuntersuchung der gesamten Haut ab 35 inkl. Hautkrebs-Screening
  • Alle 2 Jahre: Test auf verborgenes Blut im Darm
  • Jährlich ab 50: Dickdarm- und Rektumuntersuchung)
  • Ab 55: Zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren