Menschen mit einer dementiellen Erkrankung, wie z.B. Alzheimer, können in verschiedenen Stadien der Erkrankung durchaus noch in ihrem zu Hause leben. Das spiegelt auch die derzeitige Situation wieder. So lebten 2018 vier von sechs Demenzkranken in ihrer eigenen Wohnung. Zu berücksichtigen ist hier, dass die Mehrzahl dieser Menschen von Angehörigen versorgt wird. Dennoch scheinen die Zahlen das Bedürfnis wiederzugeben, dass auch Menschen mit einer dementiellen Erkrankung in ihrer vertrauten Umgebung bleiben wollen.

Angebote zur Unterstützung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige

Es ist unumstritten, dass sich Menschen mit einer dementiellen Erkrankung zu Hause am Sichersten fühlen. Natürlich können wir nicht mit Sicherheit behaupten zu wissen, was ein Demenzkranker fühlt und denkt, aber viele  Angehörige können es vermuten. Fast jeder kennt Berichte, dass Demenzkranke nach einem Krankenhausaufenthalt oder nach einer stationären Kurzzeitpflege in verschlechtertem Allgemeinzustand wieder nach Hause kommen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist sicherlich das Fehlen der vertrauten Umgebung. Alles Unbekannte und Neue schafft Unsicherheit.  So ist beispielsweise in bestimmten Stadien der Erkrankung der Wille, ein Gespräch zu führen, noch da aber das Verständnis hierfür kann nicht mithalten. Dies schafft für viele Betroffene Scham, Frustration und Angst, dem sie mit sozialem Rückzug oder Aggression begegnen.

Liebe- und verständnisvolle Angehörige sind hier die beste Option und geben  neben der vertrauten Umgebung Sicherheit. Allerdings wird diese Aufgabe mit dem Fortschreiten der Erkrankung für die Angehörigen immer anspruchsvoller. Dann macht es Sinn sich „Inseln“ für Freiräume zu schaffen. So kann eine Tagespflege für dementiell erkrankte Menschen eine gute Möglichkeit sein, dass mit speziellen Angeboten auf deren Grundbedürfnisse wie z.B. sich zu beschäftigen oder soziale Kontakte zu pflegen eingegangen wird. Gleichzeitig bekommen die pflegenden Angehörigen durch die tägliche Abwesenheit der Erkrankten wieder mehr Zeit für sich.

Demenzkranke und Angehörige

Ob sich Kinder um ihre erkrankten Elternteile kümmern müssen ist eine oft emotional aufgeladene Frage. Meine Meinung: Idealerweise sollten pflegebedürftige Menschen im Alltag nicht auf ihre Kinder angewiesen sein. Die Erfahrung zeigt, dass die tägliche Pflege (übrigens oft von der Schwiegertochter) von Angehörigen ab einem bestimmten Zeitpunkt kaum zu überbrückende Probleme schafft. Angehörige müssen ihren Beruf aufgeben (auch hier meistens Frauen) oder die eigene Familie vernachlässigen. Immer weniger Freizeit tut dann ihr Übriges. Auch pflegende Ehepartner stoßen dann an ihre Grenzen wenn permanente Pflege und Betreuung notwendig wird. Auszeiten, die z.B. die Tagespflege ermöglicht hat, sind dann nicht mehr möglich. Zwar können Ambulante Pflegedienste bei der täglichen Grundpflege zeitweise für Entlastung und Unterstützung sorgen, doch die eingeschränkte Freizeit fordert mit der Zeit auch hier ihren Tribut. Spätestens jetzt stellen sich viele die Frage nach einer zusätzlichen Entlastung. Hier kann eine professionelle Rund um die Uhr Betreuung zu Hause möglicherweise eine gute Alternative zum Pflegeheim bieten. Spezielle Angebote wie z.B. das Pflege-Sharing von Humanis bieten ein bezahlbares Angebot für pflegende Angehörige, die sich die Pflege und Betreuung teilen wollen. Darüber hinaus bietet der Pflegedienst Humanis eine Dauerbetreuung als echte Alternative zum Pflegeheim an. Damit es bei der Betreuung zu keinen sprachlichen Barrieren kommt, arbeitet Humanis mit hiesigen Kräften, die im Unternehmen fest angestellt sind.

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