Durch dick und dünn – Der Darm als unterschätztes Organ

Je älter der Körper wird, desto häufiger braucht er unsere Zuwendung. Da zwickt etwas, dort zieht es und dann gibt es noch das Unwohlsein in der unteren Bauchgegend. Wer spricht schon gern über seine Probleme auf dem Örtchen oder prahlt damit, dass demnächst eine Darmspiegelung bevorsteht? Längst ist es nicht mehr so schlimm wie noch vor ein paar Jahrzehnten, dass aus Scham nicht über die wohl wichtigste Schaltzentrale im Körper gesprochen wurde. Doch seit Bestellern wie ,,Darm mit Charme“ bekommt das wichtige Organ immer mehr Aufmerksamkeit.

Der März im Zeichen der Darmkrebsvorsorge

Bereits zum 18. Mal ruft die Felix-Burda-Stiftung, die Stiftung LebensBlicke und das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. ganz Deutschland auf, mehr auf den Darm zu achten und macht auf die Krebsvorsorge aufmerksam. Denn jährlich erkranken 1,4 Millionen Menschen neu an Darmkrebs und nicht nur die ältere Generation. Allein in Deutschland sind es jährlich mehr als 60.000 Neuerkrankungen.

Was die wenigsten wissen ist, dass Darmkrebs eine heilbare Krebserkrankung ist, wenn er früh genug erkannt wird. Denn wenn die gutartigen Vorstufen, die Polypen, früh entdeckt werden, können diese rechtzeitig entfernt werden bevor sie sich möglicherweise zu Krebs entwickeln. Dabei bedarf es nur einer Darmspiegelung (Koloskopie). So könnten viele der jährlich 25.000 Darmkrebs-Todesfälle vermieden werden.

Darmgesundheit fördern, besonders im Alter

Um sich lange an einem gesunden Darm zu erfreuen, reicht es jedoch nicht, nur regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Gesunde Ernährung, Bewegung und ein guter psychischer Gemütszustand dürfen ebenfalls nicht vergessen werden. Denn unser Darm sollte gepflegt werden, er löst die wichtigsten Nährstoffe aus der Nahrung, die unser Körper dringend braucht. Zudem reguliert auch unseren Wasserhaushalt und bildet einen Großteil der Abwehrzellen unseres Immunsystems.

Insbesondere bei älteren Menschen sollte auf Darmgesundheit geachtet werden. Die Drüsen des Körpers produzieren weniger Hormone und Verdauungssekrete und die Darmflora verändert sich. In einer Studie irischer Mikrobiologen untersuchten die Wissenschaftler verschiedene Entzündungswerte von Patienten im Alter von 64  bis 102 Jahren. Sie kamen zum Ergebnis, dass Menschen, die noch zuhause leben oder von Pflegediensten wie HUMANIS 24-Stunden-rund um die Uhr (https://www.humanis-pflege.de/leistungen/24-stunden-pflege/) gepflegt werden, eine bessere Darmgesundheit aufwiesen als Pflegeheimbewohner. Ihre Darmflora hatte unterschiedlichere Bakterienarten und die Entzündungswerte waren niedriger. Die Menschen zuhause ernähren sich offenbar abwechslungsreicher.

Mit folgenden Tipps sind Sie auf dem guten Weg zum Wohlbefinden:
  • Ballaststoffreiche Ernährung für eine positive Darmflora
  • Ausreichend Wasser trinken, auch bei Blasenschwäche, damit der Darm die Flüssigkeit nicht zusätzlich aus der Nahrung holen muss
  • Regelmäßige Bewegung hilft, den Darm bei der Verdauung zu unterstützen und trägt zu seiner Gesundheit bei. Ein kleiner Verdauungsspaziergang ist manchmal also besser als das Schläfchen- oder eben beides.
  • Gesunde ballaststoffreiche und vitaminreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, denn die guten Bakterien im Darm ernähren sich am liebsten von Ballaststoffen (Kohlenhydrate). Werden sie nicht ausreichend mit Ballaststoffen versorgt, machen sie sich an der Darmschleimhaut zu schaffen und schwächen letztendlich so das Immunsystem.
  • Da ältere Menschen Muskelmasse abbauen, sollte auch auf die Zufuhr von genügend Eiweiß und Kalzium gesorgt werden. Beide sind für eine gesunde Darmflora sehr wichtig.
  • Psychische Ausgeglichenheit, da unser Darm mit zahlreichen Neuronen ausgestattet ist und unsere Stimmung beeinflussen kann und natürlich auch von ihr beeinflusst wird.

Wenn Sie Fragen zur 24-Stunden-Pflege haben oder wir Ihnen bei anderen Pflegeproblemen helfen können, sind wir gern für Sie da (https://www.humanis-pflege.de/service/kontakt/).

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