Pflegeroutine älterer Haut: Der Frühling ist die Zeit des Aufblühens

Pflegeroutine älterer Haut: Der Frühling ist die Zeit des Aufblühens

Auch unsere Haut erstrahlt durch die wärmeren Temperaturen und Sonnenstrahlen wieder in neuem Glanz. Allerdings braucht reifere Haut etwas länger, um sich von den winterlichen Strapazen zu erholen. Welche Pflege und Mittel gibt es, um Ihre Haut auch im Rentenalter schön und strahlend aussehen zu lassen? HUMANIS, der bundesweite Pflegedienst, hat einige Tipps und Fakten für Sie zusammengestellt.

Wir haben es selbst in der Hand

Den Hautalterungsprozess kann man nicht aufhalten, doch laut wissenschaftlicher Studien, können wir es zu 75% selbst steuern, wie schnell unsere Haut dem Alterungsprozess verfällt. Gute Pflege, gesunde Ernährung, ausreichender Sonnenschutz, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin können schon einiges bewirken. Die Haut ist unser größtes Organ – sie umschließt den gesamten Körper. Dementsprechend sollten wir sorgsam mit ihr umgehen. Auch deshalb, weil unsere oft Haut nach außen präsentiert, wie es im Inneren bei uns aussieht.

Doch mit zunehmendem Alter haben wir Defizite in der Versorgung unseres größten Organs und müssen „nachbessern“. Obwohl die Zellerneuerung unserer Haut lebenslang stattfindet, lässt mit der Zeit ihre Geschwindigkeit nach. Während sich zwischen 20 und 50 der Prozess einfach nur verlangsamt, verschlechtert er sich ab 50 deutlich spürbar und leider auch sichtbar. Die Oberhaut (Epidermis) wird dünner und kann weniger Wasser speichern. Die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen kommt ins Stocken. Zusätzlich nimmt in der Lederhaut (Dermis) die Kollagenproduktion ab, was die Haut erschlaffen lässt. UV-Strahlen beschleunigen obendrein den Abbau von Kollagen und freie Radikale können die Zellen zusätzlich beschädigen. So werden in der Unterhaut die Fettschicht und das Bindegewebe immer dünner und insgesamt lässt die Energieversorgung nach. Bei Frauen kommen noch die Wechseljahre und damit eine gedrosselte Östrogenproduktion hinzu.

Unsere Haut: Mit dem Alter steigen die Ansprüche

Die reifere Haut braucht besondere Pflege. Da sie sich nicht mehr so schnell regenerieren kann, wird sie empfindlicher und speichert weniger Feuchtigkeit. Gute Gründe, um sich etwas mehr um sie zu kümmern. Welche Möglichkeiten schnell umsetzbar und wichtig sind, haben wir für Sie zusammengestellt:

Tagescreme

Zwar braucht die ältere Gesichtshaut vornehmlich Fett, aber auch 70-Jährige haben Mischhaut. Lassen Sie sich besser in der Apotheke oder von Ihrem Hautarzt beraten, welche Tagescreme für Sie am geeignetsten ist und ob die Fettanteile besser höher oder niedriger sein sollten.

Feste Bestandteile in Cremes für reifere Haut sind jedoch auf jeden Fall Hyaluronsäure und Urea, da sie die Haut von innen mit Feuchtigkeit versorgen, sowie Fette (wie Avocado-Öl), um die Fettbarriere zu wahren. Peptide und Vitamine sind besonders wichtig, um das Zellwachstum anzuregen. Auch für den UV-Schutz muss gesorgt werden, damit die Haut für sonnige Tage und den Alltag gerüstet ist.

Nachtcreme

Nachtcremes sind besonders wichtig für die reifere Haut. Sie sind reichhaltiger an Wirkstoffen, da sich die Haut nachts besser regenerieren kann und die Inhaltsstoffe besser aufgenommen werden. Dementsprechend enthalten Nachtcremes mehr Fett und zellstimulierende Wirkstoffe.

Seren

Seren sind nicht unbedingt notwendig, aber sind eine gute Ergänzung zur täglichen Pflegroutine. In diesen Produkten sind Konzentrate verschiedener Wirkstoffe enthalten, die leichter unter die Haut „gehen“. Sicher ein Luxus, aber in diesem Fall einer, der sich lohnen kann. Nach der Gesichtsreinigung das Serum auftragen, einwirken lassen und anschließend mit einer Pflegecreme über das Gesicht gehen. Ihre Haut wird jubeln und es Ihnen danken.

Lippenpflege

Auch Lippen können im Alter leider Fältchen bekommen. Besonders an kälteren Tagen ist eine fetthaltige Pflege besonders wichtig, um einen Schutzmantel aufzubauen. Denn weder Talg noch natürliche Pigmente schützen diese empfindliche Hautpartie. Mandelöl, Bienenwachs, Panthenol und UV-Schutz sind in jedem Fall unverzichtbar.

Augen

Die Hautpartie um die Augen ist besonders dünn und zart. Leider kann auch eine Gesichtsreinigung sie besonders schnell austrocknen und es bilden sich Fältchen. Die talgarme Zone rund um die Augen braucht deshalb reichhaltige Cremes und kühlendes Gel, auch, um geschwollene Augen zu lindern.

Hände

Unsere Hände sind neben dem Gesicht am meisten Wind und Wetter ausgesetzt. Das hygienisch notwendige häufige Händewaschen reizt die Haut unserer Hände und lässt sie schneller austrocknen. Daher sind Cremes mit wasserspeichernden Glyzerin und Fett notwendig. Ein zusätzlicher Sonnenschutzfaktor beugt zudem Altersflecken vor.

Füße

Auf unseren Füßen stehen und bewegen wir uns mit all unserem Gewicht fort. Das ist Schwerstarbeit und nicht nur deshalb haben unsere Füße besondere Zuwendung verdient. Spezielle Cremes enthalten zusätzlich viel Fett und Feuchtigkeit, sondern verhindern somit Risse und Schrunden, die schlecht heilen.

Körper

Auch der Körper braucht viel Pflege, denn normale Duschgels und Wasser zerstören den Schutzmantel der Haut. Um Schüppchen und Ekzeme zu verhindern, sollte man sie regelmäßig nach dem Duschen eincremen. Wohlriechende Bodylotions oder Körpermilch enthalten Feuchtigkeitsbestandteile, wie Harnstoff, Glyzerin oder Fette, die die Haut glätten, sorgen für zusätzlichen Schutz. Spezielle pH-neutrale Duschgels sind zu empfehlen, denn sie reinigen ältere Haut deutlich schonender.

Es hat sich bereits seit einiger Zeit herumgesprochen: Die Haut der Babys ist ähnlich beschaffen und empfindlich, wie die ihrer Großeltern. Darum eignen sich bedenkenlos für „Omas und Opas Haut“ auch Babypflegeprodukte.

Nichtsdestotrotz sorgen jedoch auch unsere Lebensumstände für eine gesunde Haut. Achten Sie also darauf, ausreichend zu trinken, um das größte Sinnesorgan mit genug Feuchtigkeit zu versorgen. Auch Bewegung an frischer Luft mit dem richtigen Lichtschutzfaktor sorgt für einen zusätzlichen Vitamin-Kick und verschönert den Teint. Da die Temperaturen gerade wieder steigen und die Sonne länger am Himmel steht, lohnen sich lange Spaziergänge besonders: Hier freut sich nicht nur die Haut, auch die Seele jubelt.