Probleme früh erkennen und aufhalten

Wirkliche Einbußen in der Versorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und Proteinen machen sich bei älteren Menschen oft erst im achten und neunten Lebensjahrzehnt bemerkbar. Bei vielen Hochbetagten lässt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erst dann spürbar nach und schränkt ihre Selbstständigkeit ein. Das erschwert die so wichtige ausgewogene Ernährung, obwohl gerade Ältere auf eine hochwertige, nährstoffreiche und leicht verdauliche Kost angewiesen sind.

Mangelernährung: Was ist das?

Um zu erkennen, ob jemand nicht nur schlanker, sondern auch mangelernährt ist, müssen viele Faktoren untersucht werden. Von Mangelernährung spricht man, wenn die Nahrungszufuhr über einen längeren Zeitraum nicht bedarfsgedeckt ist. Meist fehlen mangelernährten Menschen nicht nur Energie und Nährstoffe, sondern auch entscheidende Vitamine und Mineralstoffe. Während also die Kalorienzahl durch weniger Bewegung im Alter sinkt, steigt der Bedarf an Mikronährstoffen, Vitaminen und Proteinen. Eine besonders große Rolle spielt hier die Unterversorgung mit den Vitaminen D3, B12, B6 und mit Folsäure, die auch Einfluss auf die Infektions- und Krebsabwehr, sowie Gefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

Doch das ist nicht die einzige Herausforderung für eine gesunde Ernährung, denn reduziertes Durstempfinden, nachlassende Riech- und Schmeckfähigkeit, Kau- und Schluckstörungen sowie das nachlassende Vermögen des Körpers, die aufgenommenen Nährstoffe gut zu verwerten, kommen hinzu.

Doch das heißt nicht, dass man einer drohenden Mangelernährung nicht angemessen begegnen kann, denn schließlich möchte man ja solange, wie es geht, fit bleiben und in seinen eigenen vier Wänden wohnen.

Gefahren einer Mangelernährung

Doch das ist dann nicht mehr so einfach. Verlorenes Gewicht im Alter kann meist nicht wieder aufgeholt werden. Denn mit dem Gewichtsverlust geht auch wichtige Muskelmasse verloren. Wackelige Beine, allgemeine Schwäche, Müdigkeit und nachlassendes Reaktionsvermögen sind Folgen, die auch oft zu Stürzen führen. Zudem leidet das Immunsystem. Das Infektionsrisiko steigt, die Wundheilung verlangsamt sich und die Krankenhausaufenthalte werden immer länger. Keine schönen Aussichten, denn auch ein Altenheim schützt Sie davor nicht.

Die 2008 publizierte ErnSTES-Studie ermittelte, dass von 733 Senioren in Alten- und Pflegeheimen ganze 85, also jeder 11 Bewohner (11%), mangelernährt waren und weitere 50%, 365 ältere Menschen mangelgefährdet. Doch Sie können den möglichen Gefahren einer Mangelernährung früh begegnen. Entweder durch bessere Auswahl Ihrer Speisen, oder wenn Sie diese in die Hände eines erfahrenen Pflegeteams wie unserem von HUMANIS legen.

Sieben HUMANIS-Tipps, um Mangelernährung vorzubeugen

  • Viel Bewegung: Versuchen Sie, so oft es geht, an der frischen Luft spazieren zu gehen. Das tut gut und macht Appetit.
  • Sinneswandel: Blumen, schönes Geschirr und oft auch Gäste machen das Essen wieder zu einem Erlebnis.
  • Kräftig würzen, fetter kochen, öfter essen: Greifen Sie beim Kochen zu gesunder Würze wie natürlichen Kräutern und Pasten. Schmecken Sie Ihr Essen gern mit etwas Butter, oder auch Oliven- oder Rapsöl ab, und essen Sie lieber öfter, dafür aber besser. Mit fünf kleinen Portionen am Tag erreichen Sie auch Ihr Kalorienziel.
  • Genug trinken: Ausreichend Flüssigkeit hält Geist und Körper am Laufen. Mit Kräutertees, Säften und Wasser erreichen Sie Ihre 1,5 Liter am Tag – es sei denn, der Arzt hat etwas anderes verordnet.
  • Testen Sie Smoothies! Mit diesen gesunden Trinkmalzeiten aus pürierten Früchten erreichen Sie Ihre kleinen Extrakalorien mit viel Genuss. Sie können Sie auch mit Eiweißpulver, Fetten oder Ölen anreichern.
  • Trinknahrung entdecken: Wenn Sie allerdings frisch aus dem Krankenhaus kommen oder gar keinen Appetit haben, hilft häufig auch die Trinknahrung aus der Apotheke. Sie können sie sich auch verschreiben lassen und müssen nur die Zuzahlung dazusteuern. In ihr sind dann ebenfalls wichtige Vitamine und andere Nährstoffe enthalten.
  • Zähne und Prothesen überprüfen: Wer Schmerzen im Mund hat, isst nicht gern. Sorgen Sie dafür, dass Sie Druckstellen und anderen Unannehmlichkeiten aus dem Weg gehen – manchmal dauert die Korrektur des Zahnarztes nur fünf Minuten.

 

Sie haben Fragen oder brauchen Unterstützung? Wir vom HUMANIS TEAM sind jederzeit gerne für Sie da.

 

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