Manchmal ist es nur ein unbedachter Augenblick und schon es ist passiert. Ein Pflegefall in der Familie kann plötzlich und unerwartet eintreten. Plötzlich stehen Angehörige vor der Situation, die Verantwortung für die Pflege eines Familienmitgliedes zu übernehmen. Denn hinter dem Begriff der Pflegebedürftigkeit in § 14 Abs. 1 steckt weitaus mehr als die „gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten“:

Eine pflegebedürftige Person stellt das bisherige Leben auf den Kopf. Sie ist eine Herausforderung für alle Familienmitglieder, denn oft bedeutet Pflege eine „Rund um die Uhr“- Betreuung an sieben Tagen in der Woche. Das kann nicht jede Familie leisten. Ist es so, dass die Familien nicht in einem Ort wohnen oder schlichtweg überfordert sind, informieren sich Angehörige meist zuerst über das Internet über mögliche Hilfen und Dienstleistungen. Schließlich möchte man seinen Liebsten, Kindern, Eltern oder Großeltern den Weg in ein Pflegeheim ersparen. Laut der Google-Keyword-Liste geben monatlich über 20.000 Menschen in Deutschland  regelmäßig  den Suchbegriff „häusliche Pflege“ oder „24h Pflege“ in die Eingabemaske der Suchmaschine ein – und die Nachfrage wächst.

Unüberschaubar: Der Dschungel der 24 Stunden Pflegedienste

In den letzten Jahren hat sich ein besorgniserregender „Pflegemarkt“ entwickelt. Immer mehr Franchise-Ketten buhlen um die Gunst der Suchenden. Speziell für die häusliche „Rund um die Uhr Pflege“ bieten viele Vermittler osteuropäische Pflegekräfte im Netz an. Nicht immer ist ersichtlich, ob diese Anbieter wirklich seriös sind: Konform mit dem deutschen (Arbeits-und Versicherungs-) Recht und deren Mitarbeiter gut ausgebildet sind, auch, was die Sprachkenntnisse betrifft. Ein anderes Problem: Abschlüsse sind gefälscht, wie die Recherche des Onlinemagazin´s Zurnal herausfand: https://www.deutschlandfunk.de/gefaelschte-abschluesse-in-bosnien-in-17-tagen-zur.1773.de.html?dram%3Aarticle_id=439444&fbclid=IwAR00fKBWUkQRaze3mpjG7Byy7q1rpfB0OqLgT6rcT9t8al1IPoIRhk5i3DE

Bei näherer Betrachtung scheiden aber schon einmal Anbieter aus, die mit Dumping-Preisen aufwarten. Was nicht ausreichend kommuniziert wird und deshalb nicht  alle wissen – auch für Entsendekräfte gilt in Deutschland der Mindestlohn und auch die Versicherungsverhältnisse sollten geklärt sein.

Kaum Anbieter deutscher 24h Pflegedienste am Markt

Das Angebot für die „Rund um die Uhr Pflege“ deutscher Pflegedienste, ist überschaubar: Zumindest, was die betrifft, die über die Pflegekassen abrechnen können. Auch hier sollten pflegende Angehörige die Angebote genau prüfen. Werden  freie Mitarbeiter eingesetzt, droht Rechtsunsicherheit, deren Folgen oft diejenigen büsen müssen, die diese Dienstleistungen angenommen haben.

Deutsche Gerichte bewerten den Einsatz freier Mitarbeiter in der „Rund um die Uhr Pflege“ regelmäßig als Scheinselbständigkeit: dann sind also Lohnnebenkosten und andere Verpflichtungen nachzuzahlen. Weiterhin sind freie Mitarbeiter in der Regel nicht weisungsgebunden und können so schwer verlässlich in die Pflegeplanung  mit eingebunden werden.  Ein weiteres Risiko, das der Auftraggeber- also die Angehörigen pflegebedürftiger Personen – tragen. Um nicht mehr Probleme zu schaffen als durch den Alltag mit pflegebedürftigen Menschen ohnehin schon da sind, ist es richtig, sich bei Pflegediensten mit hiesigem Personal wie HUMANIS zu erkundigen und die Angebote aufmerksam zu vergleichen.

Fürsorge mit Professionalität verbinden – für ein besseres Leben

Bei der Suche nach einem 24h Pflegedienst ergeben sich für die Angehörigen viele offene Fragen und Herausforderungen. Einerseits möchte man dem Wunsch des zu Pflegenden entsprechen, seinen Lebensabend zu Hause zu verbringen. Andererseits ist man unsicher welche Variante einer Versorgung für die jeweilige Situation passend ist. Hinzu kommt, dass auf dem Pflegemarkt nicht nur seriöse Anbieter sind. Hier kann eine unabhängige Beratung helfen. Pflegestützpunkte oder Compass bieten solche Beratungen an und haben Fachleute, die passende Hilfsangebote für die jeweilige Pflegesituation kennen. Die Mitarbeiter unseres Pflegedienstes  Humanis sind natürlich auch zuverlässige Experten in Sachen Pflege und stehen ihnen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung. Bei speziellen Krankheitsbildern wie z.B. Demenz kann man sich auch an örtliche Selbsthilfegruppen wenden. Die Mitglieder sind oft Spezialisten in eigener Sache und können wertvolle Tips geben.

Für alle Seiten ein Gewinn

„Sie müssen nichts weiter unternehmen“ als den Fragebogen auszufüllen. So oder ähnlich beginnen viele Gespräche mit Suchenden, die sich an Vermittler von Pflegekräften wenden. Doch das ist zu wenig! Am Beginn einer 24h Pflege sollte immer das persönliche Gespräch erfolgen. Idealerweise im Haushalt der zu Pflegenden. Neben der Präsentation der Leistungen steht ein ausführliches Anamnesegespräch, das u.a. auf den Gesundheitszustand, aber auch auf allgemeine Dinge wie Vorlieben, Hobbys und den Lebenslauf eingeht. Hier werden wichtige Informationen für die Pflegeplanung ermittelt und Wünsche der zu Pflegenden und deren Angehörigen mit erfasst. Ferner wird in diesem Gespräch auf das Wohnumfeld und mögliche Hilfsmittel eingegangen.Dieses gemeinsame Gespräch ist die Basis, um einen erfolgreichen Pflegebeginn zu ermöglichen und die passende Pflegekraft auszusuchen.

Fazit zur Auswahl des passenden Pflegedienstes

Informieren sie sich rechtzeitig über Hilfsangebote. Am Besten bei unabhängigen Beratungsstellen. Suchen sie das persönliche Gespräch von Auge zu Auge. Am sinnvollsten in der Wohnung des Patienten. Prüfen sie Angebote genau. Wie erwähnt gibt es einige rechliche Fallen wie z.B. Scheinselbständige oder vermittelte Pflegekräfte ohne ausreichenden Versicherungsschutz. Achten sie auf versteckte Kosten und lassen sie sich ein verbindliches Angebot machen. Zu guter letzt, als Kunde haben sie bei einem Pflegedienst ein gesetzlich geregeltes tägliches Kündigungsrecht.

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